Wasserbau und Hochwasser Schutz

Vor allem seit dem katastrophalen Elbe-Hochwasser im Sommer 2002 ist das Thema Hochwasserschutz nicht nur verstärkt in den Blickpunkt der Öffentlichkeit, sondern auch in den der jeweiligen Behörden gerückt. So hat z.B. die Bundesregierung noch im September 2002 ein 5-Punkte-Programm zum Hochwasserschutz verabschiedet. Aber auch in Amberg und im Landkreis haben sich die zuständigen Dienststellen der Wasserwirtschaftsämter noch intensiver dieser Problematik angenommen.

Unter Beteiligung der Kreise, Städte und Gemeinden werden von den Wasserwirtschaftsämtern Hochwasserschutzkonzepte für die Vils und Naab aufgestellt. Die Hauptziele sind:

    – Verbesserung der Hochwasserinformation
    – Verstärkung des Hochwasserbewusstseins
    – Minderung des Schadenrisikos
    – Minderung der Hochwasserstände

(Beispiel: Hochwasserschutz Iber, Gemeinde Hahnbach)

Das Wasserwirtschaftsamt hat zur Verbesserung der Hochwasservorsorge eine Ämter übergreifende Arbeitsgruppe eingerichtet, die die verschiedenen Belange koordiniert wie den Katastrophenschutz mit der Feuerwehr oder die Flächenvorsorge mit dem Gemeinden. Unter anderem wurden neben den bereits gesetzlich festgestellten Überschwemmungsgebieten (an den Gewässern) im Rahmen der Siedlungserweiterung entsprechend breite Abstandsflächen festgelegt, um die Freihaltung dieser Bereiche zu gewährleisten und damit einen effektiven Beitrag zum vorsorgenden Hochwasserschutz zu leisten. Das grundsätzliche Ziel ist die Zusammenführung zahlreicher Informationsquellen sowie eine umfassende Beschreibung erforderlicher Hochwasserschutzmaßnahmen und ihrer Wirkungen.


Beispiel: Hochwassserschutzkonzept Nabburg

Hierzu wurden flächenübergreifend Hochwasserschutzkonzepte der jeweiligen Gemeinden fachübergreifend aufgestellt.

Im Einzelfall regelt die Wasserbehörde gem. Wasserhaushalts- und Landeswassergesetz sämtliche Belange und Tätigkeiten, die in einem Überschwemmungsgebiet geplant sind. Im Grundsatz sollen diese Bereiche nur der (Hoch-)Wasserrückhaltung und einer möglichst naturnahen Entwicklung der Fließgewässer zur Verfügung stehen.

Trotz aller Bemühungen und des insgesamt hohen Maßstabs aller Maßnahmen haben die jüngsten Unwetter gezeigt, dass kein 100 %iger Schutz vor Hochwasser möglich ist. Daher sollte jeder Einzelne zur Verbesserung des Eigenschutzes in gefährdeten Bereichen seine eigenen Bau- und Risikovorsorge betreiben (private Prävention).

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.